Archiv für Dezember 2017

Supported by

Neues RTL Kinderhaus in Bremen – wir helfen beim Aufbau

In Deutschland wächst jedes vierte Kind in Armut auf, d.h. über 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche bundesweit. Kinder aus armen Familien sind in vieler Hinsicht benachteiligt und ausgegrenzt. Neben dem Mangel an materiellen Dingen fehlt es oft an Zuwendung, Erziehung und Bildung. Viele Kinder haben keine Bezugspersonen, die einer geregelten Arbeit nachgehen. Die Kinder haben geringe Bildungschancen: sie tun sich schwer, die Schule oder eine Ausbildung durchzuhalten, denn sie können sich im Unterricht nicht konzentrieren und brechen öfter die Schule ab. Sozial benachteiligte Kinder haben auch häufiger gesundheitliche Probleme – verursacht durch falsche und ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Die finanzielle und soziale Armut der Eltern führt dazu, dass am Ende des Monats kein Geld mehr für Nahrungsmittel übrig ist und die Kinder ohne eine warme Mahlzeit durch den Tag kommen müssen. In ihrer Freizeit beschäftigen sich die Kinder hauptsächlich mit Fernsehen und Computerspielen oder sie vertreiben sich die Zeit auf der Straße. Sie leben meist in isolierten Wohnvierteln, in denen die Zahl der sozial Schwachen – Arbeitslose, Alleinerziehende – über-durchschnittlich hoch ist und sie unter sich bleiben. Sie haben weniger Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten und keine ausreichende soziale Unterstützung, so dass ihre eigenen „Armutskarrieren“ und die soziale Ausgliederung und Isolation bereits programmiert sind. Die fehlenden Bildungschancen führen dazu, dass wichtige Potenziale der Kinder und Jugendlichen verloren gehen.

Mit den Spenden der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ sind seit 2009 in den deutschen Städten Köln, Berlin, Stuttgart, München und Leipzig mit den „RTL-Kinderhäusern“ Anlaufstellen für sozial benachteiligte Kinder ausgebaut worden. Für die Kinder gibt es dort nach der Schule ein kostenloses, gesundes und kindgerechtes Essen. Die Mitarbeiter ermöglichen den Kindern zusätzlich auch eine Zeit des unbeschwerten Miteinanders mit Hausaufgabenhilfe, Spielen, Basteln, Lesen und Bildungsangeboten. Den Kindern wird durch die speziellen kreativen Betreuungs- und Förderangebote die Chance geboten, der Armutsspirale zu entkommen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Mit den Spenden sollen die RTL-Kinderhäuser weitergeführt und noch mehr Kindern die Möglichkeit geboten werden, die Einrichtungen zu besuchen. Zusätzlich sollen in Frankfurt und Bremen zwei weitere Einrichtungen entstehen.

Foto: RTL / Markus Hertrich
Laura Wontorra ist Patin der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“. Die Moderatorin nimmt in diesem Jahr beim RTL Spendenmarathon teil und setzt sich für das RTL-Kinderhaus Bremen ein. Viele Kinder, wie der 9 jährige Alen, wissen nicht, wo sie nach der Schule hin sollen, haben keinen Platz zum Spielen und Lernen. Mit Hilfe der Spenden – mit einem RTL-Kinderhaus – könnte sich das ändern!

In der Stadt Bremen lebt ein im Bundesvergleich besonders hoher Anteil an Familien, die mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze auskommen müssen. Ein Zusammenhang zwischen Armut einerseits und einem schlechteren Abschneiden bei den Themen Bildung, Gesundheit und Demokratieverständnis ist belegt. Mit dem neuen RTL-Kinderhaus soll armen Kindern und Familien sowie Flüchtlingen der Weg zu Bildung, Gesundheit und der Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen erleichtert werden. Es sind Angebote mit dem Schwerpunkt Sport, Freizeitgestaltung und Bildung geplant, viele der Angebote ranken sich um das Thema Wasser. Räumlichkeiten im Gemeindezentrum St. Nikolaus in Bremen Gröpelingen werden Standort und Mittelpunkt für die vielfältigen Tätigkeiten.

Wir haben uns entschieden, beim Aufbau des RTL-Kinderhaus in Bremen zu helfen und in diesem Jahr Spenden für dieses Projekt zu sammeln. Daher fließen alle in 2018 gesammelten Spenden an die Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“. Unser diesjähriges Spendenziel setzen wir auf 40.000 Euro an und sind zuversichtlich, dass wir dies mit der Hilfe unserer zahlreichen Unterstützer schaffen werden.